Deinen Tierschutzhund eingewöhnen: So gelingen die ersten Tage
Deinen Tierschutzhund eingewöhnen: Erfahre hier, wie dir die ersten Tage mit Ruhe sowie Sicherheit gelingen und welche festen Routinen dabei helfen.
Hunde können nicht schwitzen wie wir und überhitzen schnell. Sorge im Sommer für Schatten, frisches Wasser und Spaziergänge in den kühlen Morgen- und Abendstunden. Lass deinen Hund nie im geparkten Auto und teste den Asphalt mit der Handfläche, bevor ihr losgeht.
Hunde können kaum schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur fast nur über Hecheln und über die Pfotenballen. Das macht sie bei Hitze deutlich anfälliger als Menschen. Schon ab etwa 25 °C kann es für aktive oder dickfellige Hunde anstrengend werden.
Besonders gefährdet sind Welpen, Senioren, übergewichtige Hunde und kurznasige Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge. Bei ihnen funktioniert die Kühlung über das Hecheln schlechter.
Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Achte auf starkes, schnelles Hecheln, viel Speichel, eine knallrote Zunge, Taumeln, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit. Diese Anzeichen erfordern sofortiges Handeln.
Erste Hilfe bei Verdacht auf Hitzschlag:
Bring deinen Hund sofort in den Schatten oder einen kühlen Raum.
Biete kühles, nicht eiskaltes Wasser zum Trinken an.
Kühle Pfoten, Bauch und Beine mit lauwarmem bis kühlem Wasser – nicht eiskalt.
Fahre umgehend zur Tierarztpraxis und ruf vorher an.
Wichtig: Auch wenn es deinem Hund wieder besser geht, solltest du ihn tierärztlich kontrollieren lassen. Innere Schäden sind von außen nicht erkennbar.
Plane Spaziergänge in die kühlen Tagesrandzeiten. Früh am Morgen und spät am Abend ist der Asphalt kühler und die Luft angenehmer. Verschiebe lange Touren oder intensives Spiel an heißen Tagen.
Der Handflächen-Test: Lege deine Handfläche fünf Sekunden auf den Asphalt. Ist es dir zu heiß, ist es auch für die Pfoten deines Hundes zu heiß. Dann lieber auf Wiese und Schatten ausweichen.
Wasser immer verfügbar: Stell mehrere Näpfe auf, drinnen und draußen.
Schatten schaffen: Sorge für schattige Rückzugsorte im Garten und auf dem Balkon.
Abkühlung anbieten: Ein flaches Planschbecken oder ein feuchtes Handtuch zum Liegen hilft vielen Hunden.
Kühlmatte oder Kühlweste: Diese können bei empfindlichen Hunden unterstützen.
Fellpflege: Regelmäßiges Bürsten entfernt Unterwolle. Schere langes Fell nicht radikal – es schützt auch vor Sonnenbrand.
Lass deinen Hund niemals allein im geparkten Auto. Schon bei mäßiger Außentemperatur heizt sich der Innenraum innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich auf – auch im Schatten und bei leicht geöffnetem Fenster.
Außentemperatur | Innenraum nach ca. 30 Min |
|---|---|
22 °C | ca. 47 °C |
26 °C | ca. 50 °C |
30 °C | über 50 °C |
Siehst du einen Hund in Not im fremden Auto, ruf Polizei oder Feuerwehr (110/112).
Kinder und Hunde lieben gemeinsames Toben – im Sommer braucht das klare Regeln. Erkläre deinen Kindern, dass der Hund bei Hitze Ruhe braucht und seinen Schattenplatz nicht gestört wird. So lernen Kinder, die Signale des Hundes zu respektieren.
Plane gemeinsame Aktivitäten in die kühleren Stunden und nehmt für Ausflüge immer Wasser für alle mit. Ein schattiger Picknickplatz am Wasser ist ideal für Familie und Hund.
Ab etwa 25 °C wird es für viele Hunde anstrengend, ab 30 °C solltest du Aktivitäten stark einschränken. Welpen, Senioren und kurznasige Rassen reagieren schon früher empfindlich.
In kleinen Mengen sind Eiswürfel meist unproblematisch und sorgen für Abkühlung. Bei einem überhitzten Hund solltest du jedoch kühles statt eiskaltes Wasser anbieten, um einen Kreislaufschock zu vermeiden.
Mach den Handflächen-Test: Lege deine Hand fünf Sekunden auf den Boden. Hältst du es nicht aus, ist es auch für die Pfoten deines Hundes zu heiß – dann auf Wiese oder Schatten ausweichen.
Radikales Scheren wird meist nicht empfohlen, da das Fell auch vor Sonnenbrand und Überhitzung schützt. Regelmäßiges Bürsten zum Entfernen der Unterwolle ist die bessere Wahl. Sprich im Zweifel mit deiner Tierarztpraxis.
Fahre in den kühlen Tagesrandzeiten, nutze Sonnenschutz an den Scheiben und plane regelmäßige Pausen mit Wasser ein. Lass den Hund während der Pausen niemals allein im geparkten Auto.